Blasenfrei Wandern: Diese 6 Tipps helfen


Blasen können die schönste Wandertour zum Alptraum werden lassen. Besser ist es also vorzubeugen. Hier finden Sie 6 Tipps, wie sie ohne Blasenbildung Ihre Wanderung genießen können.

1. Bergschuhe eingehen


Der neue Schuh braucht einige Zeit, um sich an Ihre individuelle Fußform anpassen zu können, und die Materialien müssen weicher werden. Auch Ihre Füße müssen sich erstmals an die neue Schuhform gewöhnen. Durch das Tragen des Schuhs wird er weicher und minimiert so das Risiko von Blasen.


Planen Sie am besten vor der ersten Bergtour ein bis drei kürzere Spaziergänge ein, an denen Sie die neuen Bergschuhe tragen. Als Faustregel gilt: Je härter der Schuh, desto länger muss er eingegangen werden.

2. Die Wahl der richtigen Socken


Beim Wandern kommt es neben dem richtigen Schuh auch auf die richtigen Socken an. Diese sollten unbedingt faltenfrei sitzen und nahtlos sein, damit sie nicht an der Haut reiben oder Druckstellen hinterlassen.

Aber vor allem müssen Wandersocken atmungsaktiv sein. Ein No-Go sind Baumwoll-Socken, denn diese fördern ein feuchtes, warmes Klima im Schuh und sind somit die idealen Bedingungen für Blasen. Zu empfehlen sind Socken aus Funktionsmaterialien, aber auch Merino-Wolle.

Bei einer längeren Tour ist ein Ersatzpaar im Rucksack zu empfehlen, um bei Feuchtigkeit im Schuh die Socken frühzeitig wechseln zu können

Bei Pausen können Sie Ihre Schuhe ausziehen und Ihre Füße und Socken in der Sonne trocknen lassen.

Wenn Sie an einem kühlen Gebirgsbach vorbeikommen, ist das übrigens die ideale Gelegenheit, den Füßen zwischendurch eine kleine Erfrischung und Abkühlung zu gönnen. Sie werden sehen, danach geht es dann wieder gestärkt und munter weiter! Achten Sie aber, dass Sie Ihre Schuhe nicht mit feuchten Füßen wieder anziehen. Das beflügelt die Blasenbildung.


Weitere Tipps zum Ausprobieren:


Zwei Paar Socken anziehen; Bei Blasen auf den Fußsohlen: Schuheinlagen mit Dämpfung einlegen; Frisch gewaschene Socken sind zu vermeiden, da ein Blasenrisiko. Deshalb ruhig die Socken mehrere Tage hindurch anziehen, jedoch dann unbedingt im Freien zum Trocknen aufhängen; Zwei Paar Schuheinlagen mitnehmen und täglich wechseln (am Abend zum Trocknen herausnehmen)



3. Gutes Nachschnüren der Schuhe


Ihre Bergschuhe werden im Fortlauf Ihrer Wanderung weicher. Um den Halt nicht zu verlieren und ein Rutschen der Füße im Schuh zu vermeiden, sollten Sie die Schuhe gründliches nachschnüren, um eine Blasenbildung zu vermeiden.

4. Vorbereitung der Füße auf die Tour


Wenn Sie immer wieder mit Blasen zu kämpfen haben, empfiehlt sich eine Vorbereitung der Füße. Einige Wochen vor der Tour können Sie mit einem täglichen Eincremen der Füße mit Vaseline oder Hirschtalg beginnen. Wiederholen Sie dies bis zum Start der Tour. Die Füße sind somit gut vorbereitet und minimiert die Blasenbildung.


Und am Tag der Wanderung? Die Füße reichlich mit Hirschtalg oder Vaseline eincremen, und zwar am Morgen ca. 15 Minuten bevor Sie in die Socken schlüpfen (damit Zeit zum Einwirken bleibt) und am Abend nach der Wanderung.

5. Der Profi-Tipp: Sofort abkleben


Wenn Sie unterwegs sind und Sie die ersten Anzeichen einer Blasenbildung verspüren, warten Sie nicht zu bis es wieder weggeht. Ein sofortiges Abkleben mit einem Tape oder einem Pflaster (Blasenpflaster) kann Wunder wirken und Sie können ohne Schmerzen weiterwandern.

6. Heilkräuter gegen Blasen am Wegesrand


Konnten Sie die Blasenbildung nicht vermeiden, halten Sie bei Ihrer Wanderung Ausschau nach Spitzwegerich und Breitwegerich. Diese beiden Heilkräuter empfehlen sich als natürliche Wundpflaster. Sie enthalten natürliche Antibiotika und helfen bei kleinen Hautverletzungen durch ihre schmerzlindernde und wund-heilende Eigenschaft.

Einfach ein paar Blätter direkt auf die schmerzenden Stellen legen. Socken und Schuhe darüber ziehen. Dadurch können die Schmerzen nachlassen und die Blasen schneller heilen.